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Region Sursee, «Mobile Altersarbeit» ist gefragt

«Alter als bewegte, bereichernde Lebensphase gestalten»

Der Gemeindeverbund «Alter bewegt» mit 19 Trägergemeinden der Region Sursee, initiierte 2024 das Projekt «Mobile Altersarbeit». Das Projekt wird von der Age-Stiftung mitfinanziert. Bei den beteiligten Gemeinden, Büron, Eich, Geuensee, Knutwil, Mauensee, Schenkon und Sempach zeigte sich bisher ein beachtenswertes Engagement in Altersarbeit.

Am zweijährigen Projekt «Mobile Altersarbeit» beteiligen sich sieben Mitgliedergemeinden des regionalen Netzwerks «Alter bewegt»: Büron, Eich, Geuensee, Knutwil, Mauensee, Schenkon und Sempach. Die Absicht des Projektes ist es: «Alter als bewegte und bereichernde Lebensphase zu gestalten, jüngere Senioren und Seniorinnen frühzeitig miteinbeziehen und eine aktive Teilnahme mit regelmässigem Austausch um die Altersarbeit zu vernetzten.»
Dass dies im ersten Jahr des Projektes mehr als gelungen ist, zeigte sich Ende 2025 in einem Austausch der Projektgruppe «Mobile Altersarbeit». Nach der ausführlichen Berichterstattung kam zum Ausdruck, dass in allen Projektgemeinden zu Themen wie Pensionierung, Aktivitäten im Alter, Wohnen im Alter und das freiwillige Engagement angesprochen wurden. Durch Unterstützung der Projektleiterin Daniela Meyer, konnten einige Aktivitäten geplant und umgesetzt werden.

Gemeinsam lebendiges Miteinander gestalten
Die Gemeinde Geuensee lud Ende August 2025 zu «Zämeläbe Geuensee» ein. An diesem Informationsanlass zur mobile Altersarbeit wurde der Wunsch nach mehr Begegnungsmöglichkeiten geäussert. Im Oktober und Dezember 2025 kam die Idee eine «Jahreszeitenbar» anzubieten. Diese Gelegenheit wurde im alten Schulhaus mit der Herbst-Bar umgesetzt und am Weihnachtsmarkt konnte die Winter-Bar besucht werden. Die lockere Atmosphäre und die spannenden Gespräche an den Bartischen über Politik oder das Leben in Geuensee zeigte, dies ist gefragt.
«Gemeinsam gestalten wir ein lebendiges Miteinander der älteren Generation in Schenkon», steht für die Alterskommission der Gemeinde Schenkon im Zentrum. Das Jahresprogramm 2026 ist mit einem Kafitreff, dieser wurde im Beisein von rund 40 Besuchern im Januar neu eröffnet, noch attraktiver geworden und die Angebote erfreuen sich grosser Beliebtheit. Neu wird an den Kafitreffs jeweils Daniela Meyer als Kontaktperson, für Fragen und Anliegen eingeladen. Damit bietet die Gemeinde Schenkon für die ältere Generation ein neues Angebot, das bestimmt sehr geschätzt sein wird. 

Dank an engagierte Freiwillige
Die Stadt Sempach setzte sich zum Ziel, die freiwillige Arbeit zu vernetzen und zu stärken und lud im November 2025 zum Netzwerkanlass Alter ein. «Wir haben in Sempach ein gut ausgebautes Netz an Freiwilligen, die ein vielseitiges Angebot an Aktivitäten für Seniorinnen und Senioren organisieren. Der Netzwerkanlass Alter ermöglicht die verschiedenen Akteure, die sich für die ältere Bevölkerung in Sempach einsetzen, mehr zu vernetzen und zu stärken», blickte Stadträtin Tanja Schnyder, Sozialvorsteherin zurück. Das Treffen nutzte sie auch um den engagierten Freiwilligen, Danke zu sagen.
Im Rahmen des Pilotprojekts «Mobile Altersarbeit» hat die Gemeinde Eich am Tag der Freiwilligen alle freiwillig Tätigen eingeladen. Um die Freiwilligenarbeit in der Gemeinde zu fördern und weiterentwickeln wurde 2025 Umfrage die «Freiwilligenarbeit» durchgeführt. Gemeinderätin Fellmann Conny meint zufrieden: «Wir waren positiv überrascht über die vielen Rückmeldungen und Anregungen. Demnächst werden wir an einer öffentlichen Veranstaltung, die die Auswertung der Umfrage präsentieren.» 

Nachmittag mit Inspiration und Spass
In Mauensee sind Pensionäre eingeladen den Mittagstisch, die Fitgym-Gruppe und weiter Angebote zu besuchen oder sich der Wandergruppe anzuschliessen. Auch die Seniorenreise ist ein sehr beliebter Anlass und im Gemeindeleben fest verankert.
«Ein neuer Lebensabschnitt eröffnet mehr Zeit, neue Freiheiten, viele spannende Möglichkeiten und so, auch neue Chancen.» Mit diesen Worten begüsste, Gemeinderätin, Sandra Hängärtner zum Anlass der Projektgruppe Mobile Altersarbeit in Knutwil. Das inspirierende Referat von Ornithologe Samuel Wechsler, Vogelwarte Sursee weckte Neugierde, die spannenden Naturgebiete in nächster Nähe selbst mal zu erforschen. Im Anschluss lud ein Marktplatz zum Entdecken ein: Verschiedene Anbieter, wie «Aktiv 60+ Chnutu-Teret» oder Spitex regten Interesse und spannde Gespräche an.

Blickt zurück
Matthias Müller, Sozialvorsteher Gemeinde Büron blickt zurück: «Dank der mobilen Altersarbeit wurde ich in meiner Funktion als Sozialvorsteher effektiv entlastet. Gemeinsam haben wir Schritte geplant, welche durch Daniela Meyer von der mobilen Altersarbeit zuverlässig umgesetzt wurden.» Als aktuelles Projekt wurde in Büron durch die mobile Altersarbeit das Netzwerk Freiwilligenarbeit initiiert und ein Workshop mit diversen Akteuren der Freiwilligenarbeit durchgeführt. Aufgrund dieses Anlasses wird ein zweiter Workshop Netzwerk Freiwilligenarbeit geplant und durchgeführt. Somit sollen Freiwillige zukünftig unter anderem im Bereich Ü65+ besser vernetzt werden. Matthias Müller meint zur mobilen Altersarbeit: «Durch die fachliche und personelle Unterstützung von Daniela Meyer können bestehende Projekte effizient angegangen werden. Ich als Sozialvorsteher kann mich strategischen Aufgaben zuwenden und so das Thema Altersarbeit weiterentwickeln. Ohne diesen Support wären einige Projekt gar nicht möglich.»

Mobile Altersarbeit weiterführen?
In welcher Form die mobile Arbeit weitergeführt wird, das ist für die Projektgruppe und die Kommission Alter bewegt eine zentrale Frage. Im Februar 2026 wird mit den beteiligten Gemeinden unter der Leitung von Pro Senectute Luzern eine umfassende Evaluation erstellt. Die Resultate der Evaluation sind Grundlage für die Weiterentwicklung des Angebotes, nahe an den Bedürfnissen der Gemeinden.
Daniela Meyer blickt zufrieden auf ihre bisherige Arbeit zurück: «Kurz nach meinem Start stellte ich fest, dass in allen Gemeinden wichtige Altersarbeit geleistet wird.» Besonders schätzte sie auch die Arbeit der Projektgruppe. «Insbesondre die Offenheit der Mitglieder, gegenseitig Praxisbeispiele auszutauschen und sich zu unterstützen ist sehr eindrücklich und hilfreich», meint Daniela Meyer. Sie ergänzt: «Ich werde bei den verschiedenen Gruppen und Kommissionen in den Gemeinden immer herzlich empfangen. Die konstruktive Arbeit der vorwiegend freiwillig engagierten Mitarbeitenden beeindruckt mich sehr." Für Daniela Meyer ist klar:"Diese Arbiet ist sehr zentral, sie führt Menschen zusammen, fördert Lebensfreude und schafft Möglichkeiten, sich auch im Alter in der Gemeinschaft aktiv zu beteiligen. Diese Arbeit in den Gemeinden bietet älteren Menschen die Chance, gesund und selbstbestimmt zu leben." /wm

 

18.März
2026

Von Werner Mathis